
Sein wie ein Baum
Ziellos, planlos, wie anempfohlen
beweg ich mich auf Wandersohlen
Es zieht mich aufwärts, Schritt für Schritt
ganz wie von selbst find ich den Tritt
Der Pfad führt über Stock und Stein
kaum etwas, denk ich, könnte schöner sein
Fest verwurzelt und geerdet stehn sie stumm an ihrem Platz
ihre Geheimnisse sind wohl verwahrt, als wie ein Schatz
Wer suchend hier ist, der bin ich
die Natur um mich entfaltet sich
Die Bäume stehn wie Riesen da
keiner kommt dem andern allzu nah
Wer ausgestattet ist mit Stärke
schämt sich nicht für seine Werke
Nimmt selbstbewusst viel Raum ein
gemäss Naturgesetz muss das so sein
Im guten Sinn ist so was zu begrüssen
selbst wenn sich Schwächere hier ducken müssen
Gut könnte hier zum Beispiel heissen:
dem Schwachen, so er’s denn braucht, Schutz verheissen
So empfind ich das mit Bäumen:
in ihrer Gegenwart lässt es sich träumen
Von einer Ordnung hier auf Erden,
die noch nicht ist aber, wer weiss, noch kann werden.

© Bilder: Stefan Züger und andere; Text: RZ



















